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Programmheft

Das gedruckte Programmheft mit ausführlichen Workshopbeschreibungen gibt es hier einige Wochen vor dem Festival zum Download.

Ihr bekommt ausserdem ein gedrucktes Exemplar vor Ort bei der Anmeldung.

Programmübersicht

Änderungen des Programms behalten wir uns vor.
Das Programm ist noch nicht komplett, und wird stetig erweitert.

Nachmittag

Ankunft & Registrierung
ab 13 Uhr

Get together
organisiert von Meine Landwirtschaft

Erkunden des Geländes
Zelte aufstellen

Eröffnungsrede

 

Abend

Gemeinsames Abendessen
19-21Uhr

Band: Chanson Trottoir

Feuerschale
ab 21 Uhr

Agrarpolitische Filme
heute Abend werden zwei Filme gezeigt

Vormittag und früher Nachmittag

Flexibles Frühstück
8-11 Uhr

Aktivwerkstätten und Rundgänge

Rundgänge und Aktivwerkstätten werden vom Hof und vielen weiteren ReferentInnen angeboten. Sie sind an verschiedenen Standorten auf dem Hof und in Workshopzelten zu finden.

Workshops und Vorträge
Vormittag 10-12 Uhr und Nachmittag 13-15 Uhr

Landwirtschaft praktisch erleben
Es gibt die Möglichkeit bei der Praktischen Arbeit auf dem Hof in einigen Bereichen mit dabei zu sein und Hand an zu legen.

Flexibles Mittagessen
13-16 Uhr

 

später Nachmittag und Abend

Radioballett

Lesung mit Anja Hradezki

Theater Feldforschung

Pecha Kucha Vorträge und Markt der Möglichkeiten

Kleidertauschparty

Gemeinsames Abendessen
19-21 Uhr

Feuerschale
ab 21 Uhr

Band Die Vagari

Band Fooks Nihil

Band Die Soeckers

Kino
drei agrarpolitische Filme werden gezeigt

DJ im Felsenkeller

 


Vormittag und früher Nachmittag

Yoga
8-9 Uhr

Flexibles Frühstück
8-11 Uhr

Aktivwerkstätten und Rundgänge

Rundgänge und Aktivwerkstätten werden vom Hof und vielen weiteren ReferentInnen angeboten. Sie sind an verschiedenen Standorten auf dem Hof und in Workshopzelten zu finden.

Workshops und Vorträge
Vormittag 10-12 Uhr und Nachmittag 13-15 Uhr

Landwirtschaft praktisch erleben
Es gibt die Möglichkeit bei der Praktischen Arbeit auf dem Hof in einigen Bereichen mit dabei zu sein und Hand an zu legen.

Speed-Dating

Rediobalett

World Café

Flexibles Mittagessen
13-16 Uhr

 

später Nachmittag und Abend

Lesungen mit Matthias Stührwoldt

Radioballett

Theater Kollektiv Tonalli MAIZ

Lesung mit Pierre Lischke

Band Jamilia and the other heroes

Band Footprint Project

Kino
drei agrarpolitische Filme werden gezeigt

Feuershow

DJ im Felsenkeller


Vormittag und früher Nachmittag

Yoga
8-9 Uhr

Brunch mit Kultur
Beim Sonntagsfrühstück mit guter Musik und Unterhaltung in den Tag starten

Diskussionsveranstaltung
Podiumsdiskussion

Workshops und Vorträge
Workshops sind eher theoretischer Natur und werden zu verschiedenen Themen angeboten

Fishbowl

Abschlussplenum

Abbau der Zelte
ab ca.15 Uhr

 

 

 

Workshops und Vorträge

Werden am Freitag und Samstag vormittags und am frühen Nachmittag angeboten.

Freitag Vormittag

10-12 Uhr

"Fleisch am laufenden Band"

mit Carolin Pagel von Agrarkoordination

Jede*r Deutsche isst jährlich ca. 60 kg Fleisch. Unser Appetit auf Fleisch hat zahlreiche Folgen –Massentierhaltung, Nitratbelastung, CO2-Ausstoß und vieles mehr. In dieser Einheit wollen wir ins Thema einsteigen und uns damit beschäftigt, welche Auswirkungen der Fleischkonsum hat und was wir daran selbst ändern können.

Gemeinsam statt Gegeneinander - Zusammenarbeit für die Landwirtschaft

mit Marie Neuwald von BUNDjugend

Landwirtschaft, Naturschutz, Verbraucher – drei entscheidende Gruppen für die Zukunft der Landwirtschaft. Für den Naturschutz stehen Artenvielfalt, Tierwohl, der Erhalt der Böden und der Wasserqualität im Vordergrund. Auch Landwirten ist dies nicht egal – aber sie müssen eben auch von ihrer Arbeit leben können. Und die Verbraucher? Gute Qualität, aber geringer Preis wird hier oft gewünscht. Es gibt viele Vorurteile und ablehnende Grundhaltungen, die den Dialog aller Akteure erschweren. Jeder bewegt sich in seiner persönlichen „Blase“. Daher wollen wir hier versuchen, unterschiedliche Perspektiven einzufangen und Ideen für ein besseres Miteinander zu entwickeln.

"Essen ist Politisch: wo geht's hier zur Ernährungswende"

Fishbowl mit Ministerin Hinz

Stereotypen im landwirtschaftlichen Sektoor

mit Anika Bolten

Stereotype und Vorurteile treten in vielen verschiedenen Bereichen des menschlichen Lebens auf. Menschen tendieren dazu, sich die Welt einfach zu machen und andere Menschen vorschnell in Kategorien und Schubladen einzuordnen. In dem Workshop setzen wir uns zunächst mit den eigenen Überzeugungen, Meinungen und Vorurteilen auseinander, um sich so auch in andere Positionen hineinversetzen zu können. Letztlich geht es darum, gemeinsam für die im Alltag oft schwierige Kommunikation zwischen Ökolandwirt*innen, konventionellen Landwirt*innen und Verbraucher*innen eine breitere Argumentations- und Verständigungsbasis zu erarbeiten.

Frisch gekauft und dann ab in die Tonne? Lebensmittelverschwendung

Mit Hannah König von Agrar Koordination

In Deutschland landen jährlich 1,8 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Sie gehen bei einzelnen Verarbeitungsprozessen verloren oder werden im Handel und von den EndverbraucherInnen entsorgt. Das Problem dabei ist, dass sowohl für die Erzeugung als auch für die Vernichtung der Lebensmittel Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt werden. So werden mit jedem Lebensmittel, das im Müll landet wertvolle Ressourcen verschwendet. In der Veranstaltung werden wir den Ursachen von Lebensmittelverschwendung auf den Grund gehen und fragen, welche Verantwortung verschiedene Akteure und Strukturen für diese Entwicklung tragen. Gemeinsam werden wir sehen, dass jede*r von uns Möglichkeiten hat, gegen Lebensmittelverschwendung aktiv zu werden. Am Beispiel von verschiedenen Initiativen und Projekten können wir Handlungsalternativen erarbeiten, die jede*r von uns auch im Alltag umsetzen kann.

Jeder Hof zählt. Warum die GAP das Höfesterben beenden muss.

mit Maria Heubuch

Ein Viertel aller Bauernhöfe in der EU hat zwischen 2005 und 2016 dicht gemacht. Und noch immer treibt eine verfehlte Agrarpolitik die Höfe ins Abseits, während Konzerne profitieren. Aber: Es gibt Alternativen!

Agrarökologie und Ökolandbau bieten eine wirtschaftlich interessante Perspektive, die gleichzeitig Umwelt und Klima schonen und die ländlichen Regionen stärken. Wie kann die Gemeinsame Agrarpolitik der EU die Höfe bei der Umstellung unterstützen?

Freihandelsabkommen in der EU. Wo geht die Reise hin?

mit Berit Thomsen

TTIP wird neu aufgelegt, Jefta (EU-Japan) ist ratifiziert, mit Neuseeland und Australien verhandelt die EU. Was bedeuten diese Handelsabkommen für die bäuerliche Landwirtschaft in Europa, und wie wirkt die Agrar- und Handelspolitik Europas auch auf die ärmsten Länder dieser Welt? Diese und mehr Fragen werden in diesem Workshop behandelt.

Wir lassen uns nicht verCRISPRn! - Gentechnik als Antwort auf Klimawandel, Hunger und landwirtschaftliche Herausforderungen?

mit Annemarie Volling von AbL und Judith Düesberg von GeN

Da sind sie wieder die altbekannten Versprechen der Gentechnik und Biotechindustrie! Die neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR-Cas sollen in den Laboren die großen Fragen der Welternährung und Landwirtschaft beantworten. Und wie stehen wir dazu? Um uns positionieren zu können wollen wir euch einen kurzen Input geben zu den aktuellen Debatten um CRISPR und Co. Was verbirgt sich hinter den neuen Techniken? Was kommt auf uns zu? Anschließend wollen wir zusammen mit euch an einigen Aspekten unsere Argumente schleifen und unsere Kritik schärfen und Ideen für den Widerstand überlegen.

Freitag Nachmittag

13-15 Uhr

Solawi-Bist du dabei?

mit Claudia Dollinger-Höps von Netzwerkt Solidarische Landwirtschaft

Saisonale, klimafreundliche und bio-fair produzierte Lebensmittel von einem Hof aus der Region? Maximale Transparenz und echt gute Lebensmittel? Ernährungssouveränität und Mitgestaltung? Solidarische Landwirtschaft - Solawi ermöglicht dies. Infos aus der 5jährigen Praxis am Dollingerhof und anschließende Diskussion regen einen Austausch dazu an; erfahren werden kann, wie Solawi funktioniert, wie man es startet und welche Fehler man nicht machen muss. Vorgestellt wird auch das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und seine Beratungsangebote. Das Netzwerk umfasst mittlerweile über 200 solidarisch wirtschaftende Höfe und nochmal so viele Initiativen in Gründung.

Kennst du dich aus mit der Kennzeichnung? ÖKo-Siegel, Labels und Co.

mit Marie Neuwald von BUNDjugend

Wir alle wollen Gutes kaufen. Aber wie erkennen wir wirklich, wie unsere Lebensmittel hergestellt wurden? Was sagen die verschiedenen Kennzeichnungen aus? Und wer vergibt die Siegel, welche sind aussagekräftig, welche eher nur Marketing? In diesem Workshop besprechen wir, wie beispielsweise Produkte aus fairem Handel und aus ökologischer Landwirtschaft sicher erkannt werden können. Mit diesem Wissen kannst du deine Macht als Verbraucher*in noch besser nutzen.

Was haben Ernährungssysteme mit EU-Agrarpolitik und Agrarökologie zu tun?

mit Stig Tanzmann von Brot für die Welt

Die Debatte um Agrarpolitik wird komplexer, vor allem auf internationaler Ebene. So sind von den Vereinten Nationen bäuerliche Rechte beschlossen worden und es wird in der FAO intensiv über Agrarökologie diskutiert. Nun kommt im Komitee für Welternährung ein politischer Prozess zu Ernährungssystemen und gesunder Ernährung dazu. Aber was ist unter einem Ernährungssystem zu verstehen und ändert so ein Ansatz nicht grundlegend, wie wir bisher Agrarpolitik verstehen?

Ernährungssouveränität verwirklichen!

mit Anke Kähler und Peter Plaumann von Die Freien Bäcker

Am Beispiel der Wertschätzungskette ‚Saatgut-Getreide-Mehl-Brot‘ wollen wir in dem Workshop erarbeiten, was dazu gehört um ein enkeltaugliches, agrarökologisches Konzept Wirklichkeit werden zu lassen. Was wird dafür gebraucht und welche Hindernisse sind zu überwinden? In dem Workshop wollen wir nach der Methode ‚Kollektives Kartieren‘ arbeiten.

Definitionssache - konventionell und nachhaltig

mit Sarah Schulte Döhnunghaus

Wir konfrontieren uns mit Fragestellungen rund um die Definitionen von konventionell und nachhaltig. Lassen sich diese Begriffe unter einen Hut bringen und wenn ja, wie kann das gehen. Im Anschluss möchten wir unsere Ausarbeitungen in Thesen.

Queer und Landwirtschaft. Oder queere Landwirtschaft?

mit Paula Gioia und Sophie von Redecker

'Natur' und Landwirtschaft sind eng verwoben. In Bezug auf die normative Geschlechterordnung wird oft 'die Natur' als Rechtfertigungsgrundlage herangezogen. 'Die Natur' soll die soziale Ordnung von zwei, und nur zwei, Geschlechtern sowie deren gegenseitiges Begehren stützen. Aber besteht 'die Natur 'wirklich nur aus weiblich und männlich oder finden wir da auch queere Vielfalt? Gibt 'die Natur' die Grundlage für das sogenannte "klassische" Familienmodel, das gerade in Bezug auf Landwirtschaftliche Betriebe immer wieder hochgehalten wird?

In diesem Workshop wollen wir bei 'der Natur' anfangend, die patriarchalen und binären Vorstellungen von Sexualität, Gendermustern und Rollenzuschreibungen an ihrer Wurzel packen, dekonstruieren und aufzeigen, dass die Landwirtschaft und ihre Bäuer_innen diesen konstruierten Ideen oft nicht entsprechen. 

Ein partizipativer Workshop für alle, die sich innerhalb der herrschenden Gendernormen, Familienmodelle oder Geschlechterrollen nicht wiederfinden und in der Landwirtschaft tätig sein wollen und auch die, die sich diese Fragen noch nie gestellt haben.

Attraktives Lebensmittelhandwerk-welche Zutaten braucht es?

mit Nanetta Ruf, Imke Bethcke und Marlene Panten

Was ist Lebensmittelhandwerk? Warum ist Lebensmittelhandwerk für uns alle wichtig? Was verbindest Du mit Lebensmittelhandwerk? Welche Rahmenbedingungen und Inhalte braucht es, um für junge Menschen attraktiv zu sein? Welchen Hürden begegnen wir und wie können wir sie überwinden?

Dringend und notwendig: Warum eine eigenständige Ökozüchtung?

mit Oliver Willing von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Warum reicht es nicht gegen Gentechnik und Konzernmacht zu sein? Der Ökolandbau mit seinem ganzheitlichen Anspruch braucht dringend eine ihm angemessene Sortenbasis. Wir zeigen Hintergründe und Beispiele für eine eigenständige Ökozüchtung.

Samstag Vormittag

10-12 Uhr

Wie beeinflusst die EU-Agrarpolitik die afrikanischen Agrarpolitiken?

mit Stig Tanzmann von Brot für die Welt

In der Debatte um die Außenwirkungen der EU-Agrarpolitik wird immer wieder vergessen, dass nicht nur der Agrarhandel auf die afrikanischen Staaten wirkt, sondern auch die EU-Agrarpolitik selbst. Wie reagieren die afrikanischen Staaten auf die dauerhafte Exportausrichtung der EU-Agrarpolitik? Welches sind die Visionen der afrikanischen Staaten für eine eigene Agrarpolitik? Und was sagen Bäuerinnen und Bauern sowie die Zivilgesellschaft in den afrikanischen Staaten zu diesen staatlichen Programmen?

Digitalisierung in der Landwirtschaft - bedeutungslose Technik-Spielerei, Lösung für Hunger und Umweltzerstörung oder Bedrohung für Bauern und Bäuerinnen?

mit Lena Michelsen von Inkota

In dem Workshop sollen sowohl Gefahren als auch Potenziale der Digitalisierung in der Landwirtschaft beleuchtet werden. Ob es dabei primär um Datenschutz, neue Technologien wie Blockchains oder neue Geschäftsmodelle gehen soll, richtet sich ganz nach dem Interesse der Teilnehmenden. Nach einem kurzen Input der Referentin sollen die Teilnehmenden diskutieren und Ideen entwickeln, wie digitale Instrumente sinnvoll im Sinne einer sozial gerechten und ökologischen Agrarwende genutzt werden könnten.

Vortrag: Braunes Gemüse - Wie begegnen wir der Vereinnahmung von rechts im Ökolandbau?

mit Nela

Rechte? Findet niemand gut! Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, bei denen wir uns auf denselben Veranstaltungen wiederfinden wie diese.

Deswegen ist eine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Ökolandbau und völkischen bzw. rechten Strömungen wichtig.

Nach einem Einführungsvortrag zu historischen und aktuellen Beispielen von rechten Tendenzen im Ökolandbau werden gemeinsam Gegenstrategien diskutiert.

Gene Drive 1: Mit Selbstmord-Käfern Richtung Untergang

mit Mareike Imken von Save Our Seeds

Mit gentechnisch veränderten Selbstmord-Blattläusen, -Fruchtfliegen oder -Mäusen sollen landwirtschaftliche Schädlinge, Unkräuter und Bestäuber dezimiert oder gleich ganz ausgerottet werden. Klingt wie ein schlechter Scherz? Nein, das ist die ernstgemeinte Idee hinter der neuen gentechnischen Methode namens „Gene Drive“. Wie diese Technologie funktioniert und warum wir sie nicht brauchen, vermittelt dieser interaktive Workshop. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir aktiv werden können, damit dieses – leider sehr reale – Science-Fiction-Szenario niemals Wirklichkeit wird.

Gebt jungen Bäuerinnen und Bauern Boden unter den Füßen!

mit Willi Lehnert, Bäuerin Silke und Bauer Rainer Vogel

Der Zugang zu Land ist für Bäuerinnen und Bauern entscheidend für die Weiterentwicklung oder die Neugründung eines Landwirtschaftsbetriebs. Mit steigenden Bodenpreisen wird es immer schwieriger Boden unter den Füßen zu bekommen. In dem Workshop werden Mechanismen und Rahmenbedingungen des „Landgrabbings“ und Lösungsmöglichkeiten gezeigt und diskutiert. Der Workshop richtet sich an Menschen aus der Praxis, Gründungsinteressierte und diejenigen, die sich beim Kampf um Land einbringen wollen.

"I want you to panic"-Klimakrise und Landwirtschaft

mit Paula Gioia und Steffen Kühne

Auf etwa ein Drittel der menschengemachten Treibhausgase schätzt der Weltklimarat IPCC den Anteil der globalen Landwirtschaft. Werden Verarbeitung, Transport, Kühlung und Müllproduktion einberechnet, liegt der Wert sogar bei fast 50 Prozent. Die Landwirtschaft ist nicht nur Betroffene der Aufheizung des Klimas, sondern auch maßgebliche Verursacherin der globalen Erwärmung – vor allem in ihrer industriellen Variante. Ohne eine umfassende Agrarwende wird eine Lösung des Klimawandels nicht möglich sein. Während die notwendigen Schritte in die richtige Richtung noch auf sich warten lassen, macht das veränderte Weltklima bereits heute die Landwirtschaft in weiten Teilen der Welt schwieriger und bedroht die Versorgung mit Lebensmitteln. Von der lokalen bis zur globalen Ebene wird sich der Workshop mit den Zusammenhängen von Klima und Landwirtschaft befassen und einen Blick auf Akteure werfen, die bereits an der Schnittstelle aktiv sein. Dabei möchten wir auch der Frage nachgehen, welchen Beitrag wir gemeinsam leisten können, den politischen Druck für Veränderungen zu erhöhen.

Verrückte Einzelgänger oder Bio-Leistungsträger: Ein Meet and Greet mit den Pionieren von morgen

mit Anne Baumann und Jasmin Maiwald

 Millenials, Generation Y und Co – die junge und „neue Bio-Generation“ steht vor großen Herausforderungen. Die Biobranche ist aus ihrem Pioniergeist herausgetreten und hat sich professionalisiert. Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei. Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen. Inwieweit erlaubt uns dieser Rahmen, Pionier zu sein? Verrückt zu sein, auszuprobieren? Das wollen wir in einem Meet und Greet mit Jungunternehmern aus der Bioszene herausfinden.

Aktionen an Berufsschulen und Agrar-Unis

mit Jutta Sundermann von Aktion Agrar

An welchen Berufsschulen oder Unis und in welchen Ausbildungsbetrieben  lernen die angehenden Bäuer*innen, wie sie ihre Pflanzen gesund halten, wie sie sich die Natur statt die Konzerne zur Verbündeten machen und beispielsweise Beikraut mechanisch oder Schädlinge mit Nützlingen bekämpfen können? Wie präsent sind an den Schulen und Unis chemischen Lösungen der Industrie, wie umfangreich kommen Alternativen vor? Wie sieht es bei den Ausbildungsbetrieben aus? Aktion Agrar bietet Workshops zur Auseinandersetzung mit den Fragen in Berufsschulen an und berichtet von den Erfahrungen.

Von Hasen und Heuschrecken: Leitarten und Naturschutzmaßnahmen in Agrarlandschaften

mit Laura Sutcliffe

In diesem Workshop werden wir uns einige von den "Leitarten" der Agrarbiodiversität genauer anschauen. Was brauchen diese Arten zum Überleben und wie können wir sie durch gezieltes Management fördern?

Samstag Nachmittag

13-15 Uhr

Essen macht... es klimafreundlich?

mit Lou Böhm von BUNDjugend

Essen macht … mehr als nur satt. Nahrungsmittel wachsen nicht eingeschweißt im Regal des nächsten Supermarktes. Das weiß zwar jedes Kind, dennoch beschäftigen wir uns häufig sehr wenig mit dem was Essen macht, bevor wir es verzehren. Dabei ist dies doch eigentlich sowohl sinnvoll als auch von persönlichem Interesse: Sinnvoll, da jede*r mit seiner/ihrer Nachfrage stets das Angebot steuert. Wir alle beeinflussen mit unserer Lebensmittelwahl weit mehr als angenommen wird.

In “Essen macht…” wird es darum gehen für das Thema „klimafreundliche Ernährung“ zu sensibilisieren. Welche Klimarelevanz hat meine Ernährungsform? Wie werden Nahrungsmittel hergestellt, verpackt und transportiert? Was kann ich mit meinem Konsum beeinflussen? Welche städtischen Anbaumöglichkeiten gibt es?

Wie viel Boden braucht der Mensch?

mit Weltackergärtner Gerd Carlsson von Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Der 2000m² - Weltacker ist ein Modell der globalen Landwirtschaft. Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für die Landwirtschaft und Ernährung der Zukunft ziehen? Das Leben hier kann eine Liebeserklärung an die Erde sein und an alle*s was darauf lebt. Lasst uns unsere Visionen leben!

Gene Drive 2 – Aufbauworkshop - Wir produzieren ein Erklärvideo

mit Mareike Imken von Save Our Seeds

Hier ist eure Kreativität und Zeichentalent gefragt: Auf Grundlage des Wissens aus dem Workshop „Gene Drive 1“ werden wir gemeinsam eine simpleshow, also ein einfaches Comic-Erklärvideo zum Thema produzieren. Das könnt ihr dann zuhause und in euren Organisationen nutzen, um über die Problematik einer möglichen zukünftigen Nutzung von Gene Drive Organismen in der Landwirtschaft zu informieren und dessen Konsequenzen für die Ernährungssicherung und Artenvielfalt zu diskutieren.

Landwirtschaft ohne braune Soße - rechte Vereinnahmung und Gegenstrategien

mit Steffen Kühne

Dass Neonazis auch Bio-Bauern sein können, ist ein alter Hut. Ob völkische Siedler*innen, Wurzelrassen-Theoretiker*innen oder rassistische Kommentargeber*innen in der SoLaWi um die Ecke - mal offen, mal verdeckt versuchen braune Ökos auf verschiedenste Weise, an die teils nationalistischen und völkischen Wurzeln der Umweltbewegung anzuknüpfen und machen dabei vor keiner Vereinnahmung Halt. Sie haben dabei nicht nur so manchen schmuddeligen Zipfel des Zeitgeists auf ihrer Seite, sondern oft genug auch die Naivität und falsch verstandene Toleranz eines Umfelds, das rechte Argumentationsmuster unwidersprochen duldet. Auch für die Ernährungssouveränitätsbewegung stellen sich im Umgang mit rechten Akteur_innen und Ideologien einige Herausforderungen. In dieser Themengruppe wollen wir auf der Grundlage von Erfahrungsberichten und einigen Thesen darüber diskutieren, welche Möglichkeiten es gibt, menschenverachtenden Anschauungen im eigenen Umfeld und in der Bewegung für eine andere Landwirtschaft aktiv entgegenzutreten.

Jetzt Bäuerin*Bauer werden - unterstützt und vernetzt Neuland gewinnen

mit Anja Hradetzky von Bündnis Junge Landwirtschaft

Kein Land in Sicht, keinen Taler in der Tasche, dafür den Körper voller Tatkraft und Ideen?!

Wir sammeln gemeinsam Möglichkeiten, wie du an Geld kommst, deine Talente zeigst und praktisch mit anderen Jungbäuer*innen in Kontakt kommst.

Janusz und ich haben das alles auf dem Hof Stolze Kuh umgesetzt und leben unseren Traum. Ich begleite dich gern bei deinem Sprung in deine Erfüllung!

Vortrag: Permakultur

mit Johannes Sehl von Permakultur.bio

Einführung in die Permakultur am Bespiel einer Vision für den Permakultur Ackerbau

Wehrt Euch! Keine Macht über unsere Kühlschränke für Lidl, Aldi und Co! Die Macht der Supermärkte und Strategien zum Gegensteuern.

mit Jutta Sundermann von Aktion Agrar

Die vier größten Lebensmitteleinzelhändler – Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit den Lidl-Märkten und Kaufland –  haben in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 85 Prozent. Sie tragen Verantwortung für das Sterben einer großen Zahl von Bauernhöfen im > ganzen Land. Was wir einkaufen und wo, das entscheiden wir jeden Tag selbst. Aber es geht um mehr als um den Einfluss der Menschen mit den Einkaufswägen. Wir brauchen Machtbremsen für Mega-Händler und eine andere Agrarpolitik. Wir streiten dafür und zeigen gleichzeitig  ermutigende Beispiele für Alternativen. Denn Einkaufen ohne Supermarktketten ist möglich. Außer lecker sind die Alternativen gut für die Umwelt, das Klima und die Zukunft der Bauernhöfe!

Feminismus auf dem Land

mit Doro Sterz und Eva Imrecke von JABL

Gerade auf dem Land sind konventionelle Bilder von Geschlecht und Partnerschaft noch besonders statisch. Darum wollen wir einen offenen Raum bieten um über Erfahrungen zu sprechen, zu solidarisieren und uns gegenseitig zu stärken um den spezifischen Diskriminierungen entgegentreten zu können. Es wird ein Moderierter Workshop sein, der auf Austausch und Dialog basiert.

Aktivwerkstätten und Führungen

Werden am Freitag und Samstag vormittags und am frühen Nachmittag angeboten.

Freitag Vormittag

10-12 Uhr

Veganer Aufstrichworkshop

Verschiedene vegane Aufstriche herstellen,

Rezepte austauschen, Hafermilch selbst herstellen, Tipps für den veganen Alltag!

Freitag Nachmittag

13-15 Uhr

Bienenwachstücher DIY

Jährlich landet tonnenweise Plastik in den Meeren und Böden. Dabei gibt es viele tolle plastikfreie Alternative zu Verpackungen wie z.B. Bienenwachstücher. Macht mit uns dein eigenes Wachstuch mit Bienenwachs aus Naturwabenbau und nimmt es mit nach Hause. Dazu bekommt ihr einen Impuls zum Thema Bienen und Wachs: Was ist Bienenwachs und warum ist nicht Bienenwachs gleich Bienenwachs? Wann entsteht es? Was hat der Schwarmtrieb der Bienenkönigin mit dem Bienenwachs zu tun? Wie wird es geschwitzt?

Kreative Aktionen gegen Flächenfraß

Überall wird gebuddelt und versiegelt: Neue Straßen, ausgedehnte Wohnsiedlungen und immer wieder Gewerbe, Gewerbe, Gewerbe. Äcker, Wiesen, Biotope, Naherholungsgebieten gehen verloren. 65 Hektar pro Tag gehen in Deutschland verloren, dass sind ungefähr 100 Fußballfelder und mehr als ein durchschnittlicher Bauernhof. Wohlgemerkt: Pro Tag!
Wie können wir uns wehren? Der Workshop soll die Bandbreite kreativer Aktionen zeigen. Zu Demos, Bürger*innenentscheiden, Flächenbesetzungen, Straßen- und verstecktem Theater, Kommunikationsguerilla usw. bekommt ihr Tipps.

Freitag Abend

16-18 Uhr

Korbflechten

Aluminiumschalen, Wegwerfbehälter, Plastikschüsseln – diese Dinge sind uns im Alltag wohlbekannt. Doch wir wollen zeigen, wie man solche Behälter selber machen kann. Aus reinen Naturmaterialien werden wir Körbe flechten, wie es schon unsere Vorfahren vor Jahrtausenden gemacht haben. Am Ende des Workshops geht jede*r mit einem selbst geflochtenen Korb nach Hause, in denen Obst, Büromaterial oder Papiermüll aufbewahrt werden kann.

Klima Planspiel

Ärgerst du dich über die globale Klimapolitik und würdest es gerne anders machen? Im Klimaspiel KEEP COOL übernimmst du die Verantwortung. In jedem Spielzug musst du zwischen gemeinschaftlichem Klimaschutz und egoistischem Handeln abwägen.

Samstag Vormittag

10-12 Uhr

Pflegeprodukte ohne Plastik selbst herstellen

Jährlich landet tonnenweise Plastik in den Meeren- Verpackungsmüll, Plastikschrott und Mikroplastik aus unseren Pflegeprodukten. Dieser Mikroplastik kann sich durch die Nahrung  in den Körpern der Meerestieren ansammeln und somit wieder auf unserem Teller landen.

Wir möchten daher mit euch zusammen Pflegeprodukte ohne Plastik zubereiten!

Dabei nutzen wir einfache Methoden und nur wenige Zutaten, um Shampoo, Duschgel und Deo herzustellen. Ihr erhaltet von uns Infos über die Zutaten, die wir für die Naturkosmetik verwenden und möchten mit euch ins Gespräch kommen, wie Plastik im Alltag vermieden werden kann.

Boden schätze(n)

In und um Bad Vilbel wird seit Jahren großflächig versiegelt – fruchtbarer Boden geht verloren. Wir machen eine kleine Exkursion zum geplanten smart-city und erfahren vom BUND vor Ort mehr zu Flächenverlust und Bodenschutz.

Samstag Nachmittag

13-15 Uhr

Aktionstraining/Protest-Strategien

Das Aktionstraining bereitet praktisch auf verschiedene Situationen im Zusammenhang mit Massenaktionen des zivilen Ungehorsams vor. Wir üben das Durchbrechen von Polizeiketten und das Geräumt werden einer Sitzblockade. Außerdem gibt es Raum für Fragen und Austausch rund um die Themen massenhafter ziviler Ungehorsam, direkte Aktionen usw. sowie die Frage wofür lohnt es sich, auf diese Art zu kämpfen? Es wird außerdem einen Input und Raum für Austausch zur Kampagne Free the Soil geben, die gegen Industrielle Landwirtschaft arbeitet und eine Massenaktion gegen einen Düngemittelfabrikanten organisiert.

Die Vogelwelt unserer Agrarlandschaft

Bei diesem Workshop soll ein Überblick über die Vögel unserer Agrarlandschaft vermittelt werden: dazu gehören Vögel die auf Feldern, Hecken, Weiden und Wiesen anzutreffen sind. Welche Vogelarten gibt es, wie bedroht sind sie, welche gesellschaftlichen Probleme gibt es und was sind mögliche Lösungsansätze. Neben inhaltlichem Input und Diskussionen werden wir auch hoffentlich ein paar Arten auf einer kleinen Exkursion entdecken!

Samstag Abend

16-18 Uhr

Bienenwachstücher DIY

Jährlich landet tonnenweise Plastik in den Meeren und Böden. Dabei gibt es viele tolle plastikfreie Alternative zu Verpackungen wie z.B. Bienenwachstücher. Macht mit uns dein eigenes Wachstuch mit Bienenwachs aus Naturwabenbau und nimmt es mit nach Hause. Dazu bekommt ihr einen Impuls zum Thema Bienen und Wachs: Was ist Bienenwachs und warum ist nicht Bienenwachs gleich Bienenwachs? Wann entsteht es? Was hat der Schwarmtrieb der Bienenkönigin mit dem Bienenwachs zu tun? Wie wird es geschwitzt?

Ein Kräutertraum aus Tetra-Paks

Wir bieten einen Upcycling-Workshop an, bei dem ihr aus Tetra-Paks, die sonst im Müll landen, schöne kleine Blumenbeete basteln könnt. Ihr könnt diese dann direkt bei uns mit Kräutern oder anderen Nutzpflanzen bepflanzen. Unsere Beete sind ein nachhaltiger Hingucker, der Platz in jeder Küche finden kann.

Angebote vom Dottenfelder Hof

Freitag Vormittag

10-12 Uhr

Feldgarten

In unserem  Feldgarten wachsen Kräuter, Salate, Tomaten, und anderes Feingemüse, die ihre Standorte in einer eigenen Rotation mit den Weideflächen der Hühner mit unserem Hühnermobil teilen. Wie funktioniert das? Wie plant man so, dass alle Kund*innen in der Saison täglich frischen Salat bekommen?

Gärtnerin Stefanie Brinkmann stellt euch ihren Arbeitsbereich vor.

Obstbau

Auf rund 4ha Obstanlagen reifen auf dem Hof Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Nüsse, Zwetschgen und Kirschen, dazu pflegt der Hof rund 1000 Apfelbäume in der Vilbeler Gemarkung.

Albrecht Denneler ist begeisterter Obstbauer. Er nimmt euch mit auf eine Tour durch die Dottenfelder Obstgärten und stellt euch die besonderen Ansätze des biologisch-dynamischen Obstbaus vor.

Getreidezüchtung

Eine große Abteilung züchtet am Dottenfelderhof Getreidesaatgut für die Zukunft.

Dieses Getreide soll samenfest nachbaubar für alle Landwirte sein, robust, aufbauendes Nahrungsmittel, gewappnet für klimatische Veränderungen und ohne Pestizide und chemisch hergestellten Dünger gute Erträge bringen.

Kathrin Buhlmann, Stefan Klause, Ben Schmehe und Carl Vollenweider stellen euch ihre Ideale vor und, wie sie Getreide für die Zukunft züchten.

Hofführung

Wir zeigen euch den Hof --damit ihr wisst, wer wo was warum auf dem Dottenfelderhof macht.

Biologisch backen ohne Backhefe

10-15 Uhr

Lernt in diesem Backkurs, wie Ihr auf einfache Weise lockeres Vollkorn-Roggenbrot und Vollkorn-Dinkelbrot selber backen könnt. Es handelt sich um ein Praxisseminar, in dem Ihr die grundlegenden Schritte zur Brotbereitung mit Sauerteig und Backferment lernt. Wir backen hier mit Getreide vom Dottenfelder Hof, das aus Sorten besteht, die auch hier am Hof biologisch-dynamisch gezüchtet wurden. Als Triebmittel verwenden wir Backferment, einen jungen Sauerteig, mit dem man ohne Zusatz von Backhefe backen kann. Mit wenigen Rohstoffen regional und nachhaltig backen.

Kursinhalte:

Welche Zutaten sind für ein gutes Brot notwendig?

Was benötigt man zum Brotbacken?

Erklären von Grundbegriffen aus der Backfachkunde

Grundlegendes zur Teigbereitung

Brotbacken ohne Teigmaschine

Wichtige Tipps für das Backen zuhause

Freitag Nachmittag

13-15 Uhr

Tierethik-Hühnerhaltung

Unsere Legehennen leben in zwei Herden in Freilandhaltung und werden von uns intensiv betreut und gepflegt. Futter in Demeter- und Bioqualität, der enge Kontakt zum Menschen und die daraus resultierende Ruhe in den Herden garantieren eine besonders hohe Eiqualität.

Bei Jürgen Feller und Ansgar Vortmann erfahrt ihr vieles über unsere Hühnerhaltung –die Hühnerherde zeigt euch noch viel mehr.

Pferedearbeit mit Max und Co.

Pferdearbeit kann, besonders im Gemüsebau, eine nachhaltige, bodenschonende  Alternative zur maschinellen Bearbeitung sein.

Seid dabei, wenn Albrecht Denneler und Karl-Ludwig Hengstermann unser Arbeitspferd Max anspannen und den Acker bearbeiten und erlebt das besondere Zusammenspiel von Mensch und Tier.

Getreidezüchtung

Eine große Abteilung züchtet am Dottenfelderhof Getreidesaatgut für die Zukunft.

Dieses Getreide soll samenfest nachbaubar für alle Landwirte sein, robust, aufbauendes Nahrungsmittel, gewappnet für klimatische Veränderungen und ohne Pestizide und chemisch hergestellten Dünger gute Erträge bringen.

Kathrin Buhlmann, Stefan Klause, Ben Schmehe und Carl Vollenweider stellen euch ihre Ideale vor und, wie sie Getreide für die Zukunft züchten.

Bienenführung

Begegnet Bienenvölkern und macht euch mit ihnen vertraut. Von Imkerin Susanne Weirich erfahrt  "Begleitet die Imkerin vom Dottenfelderhof bei der Arbeit, schaut ihr über die Schulter, erlebt die vielfältigen Sinneseindrücke und vielleicht kommt ihr den Bienen ganz nah. Ganz Mutige können vielleicht sogar mit anpacken."

Käsereiführung

14-15 Uhr

Was passiert mit der Milch der Dottenfelder Kühe, nachdem sie im Kühltank in die Molkerei gebracht wurde? Unsere Käser Daniel und Tim zeigen euch die Produktionsräume der Käserei - von der Milchannahme über die Käsekessel  und –pressen übers Salzbad bis in die uralten Gewölbekeller des Hofes, in denen die verschiedenen Käse reifen und stellen euch dabei ihr Handwerk vor.

Freitag Abend

16-18 Uhr

Gewächshaus

Nach der Pflanzenanzucht im Frühjahr haben nun Tomaten, Gurken und Zucchini die Folientunnel des Hofes bis unter die Decke eingenommen.

Welche Pflanzen brauchen bei uns den Schutz eines Gewächshauses? Wie kann die Bewirtschaftung dort möglichst nachhaltig erfolgen?

Gärtner Lukas Vogel zeigt euch unseren kleinen grünen Pflanzendschungel.

Kräuterführung

Einführung in die Kräuterwelt um den Dottenfelderhof. Wir begeben uns auf die Suche nach Essbarem und Heilendem!

Samstag Vormittag

10-12 Uhr

Boden/Kompost

Eine Säule im Biologisch-Dynamischen Landbau ist die organische Düngung. In erster Linie soll nicht die Pflanze, sondern der Boden gedüngt werden: "Düngen heißt, den Boden beleben" (Steiner, 1924).

Ansgar Vortmann spannt für euch den weiten Bogen vom Mist über den Kompost zum Bodenaufbau und zum lebendigen fruchtbaren Ackerboden.

Obstbau

Auf rund 4ha Obstanlagen reifen auf dem Hof Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Nüsse, Zwetschgen und Kirschen, dazu pflegt der Hof rund 1000 Apfelbäume in der Vilbeler Gemarkung.

Albrecht Denneler ist begeisterter Obstbauer. Er nimmt euch mit auf eine Tour durch die Dottenfelder Obstgärten und stellt euch die besonderen Ansätze des biologisch-dynamischen Obstbaus vor.

Getreidezüchtung

Eine große Abteilung züchtet am Dottenfelderhof Getreidesaatgut für die Zukunft.

Dieses Getreide soll samenfest nachbaubar für alle Landwirte sein, robust, aufbauendes Nahrungsmittel, gewappnet für klimatische Veränderungen und ohne Pestizide und chemisch hergestellten Dünger gute Erträge bringen.

Kathrin Buhlmann, Stefan Klause, Ben Schmehe und Carl Vollenweider stellen euch ihre Ideale vor und, wie sie Getreide für die Zukunft züchten.

Hofführung

Wir zeigen euch den Hof --damit ihr wisst, wer wo was warum auf dem Dottenfelderhof macht.

Biologisch backen ohne Hefe

10-15 Uhr

Lernt in diesem Backkurs, wie Ihr auf einfache Weise lockeres Vollkorn-Roggenbrot und Vollkorn-Dinkelbrot selber backen könnt. Es handelt sich um ein Praxisseminar, in dem Ihr die grundlegenden Schritte zur Brotbereitung mit Sauerteig und Backferment lernt. Wir backen hier mit Getreide vom Dottenfelder Hof, das aus Sorten besteht, die auch hier am Hof biologisch-dynamisch gezüchtet wurden. Als Triebmittel verwenden wir Backferment, einen jungen Sauerteig, mit dem man ohne Zusatz von Backhefe backen kann. Mit wenigen Rohstoffen regional und nachhaltig backen.

Kursinhalte:

Welche Zutaten sind für ein gutes Brot notwendig?

Was benötigt man zum Brotbacken?

Erklären von Grundbegriffen aus der Backfachkunde

Grundlegendes zur Teigbereitung

Brotbacken ohne Teigmaschine

Wichtige Tipps für das Backen zuhause

Biologisch Kuchen backen

11-14 Uhr

Lernt in diesem Backkurs, wie Ihr mit biologischen Zutaten leckeren Kuchen selber backen könnt. Es handelt sich um ein Praxisseminar, in dem Ihr die grundlegenden Schritte zur Kuchenherstellung mit Handwerkskunst lernt. Wir backen hier mit Getreide vom Dottenfelder Hof, das aus Sorten besteht, die auch hier am Hof biologisch-dynamisch gezüchtet wurden. Mit wenigen hochwertigen Rohstoffen regional und nachhaltig backen.

Kursinhalte:                               

Welche Zutaten sind für leckeren Kuchen notwendig?

Was benötigt man zum Backen?

Erklären von Grundbegriffen aus der Konditorei

Grundlegendes zur Massenbereitung

Handwerkliche Tricks für ein gutes Gelingen

Wichtige Tipps für das Backen zuhause

Samstag Nachmittag

13-15 Uhr

Landschaftspflege

Jede gute Landwirtschaft betreut nicht nur ihre „Produktionstiere und –pflanzen“, sondern lässt und gestaltet Räume für die „wilde“ Flora und Fauna, mit Hecken, Feldgehölzen und Bäumen für Vögel, Kleinlebewesen und Wildtiere. Diese Inseln unterstützen die Arbeit der  Landwirt*innen und bieten Raum für Schönheit; gestalten Kulturlandschaft.

Albrecht Denneler zeigt euch, wie diese Landschaftspflege den Dottenfelderhof mit prägt.

Pferdearbeit mit Max und Co.

Pferdearbeit kann, besonders im Gemüsebau, eine nachhaltige, bodenschonende  Alternative zur maschinellen Bearbeitung sein.

Seid dabei, wenn Albrecht Denneler und Karl-Ludwig Hengstermann unser Arbeitspferd Max anspannen und den Acker bearbeiten und erlebt das besondere Zusammenspiel von Mensch und Tier.

Getreidezüchtung

Eine große Abteilung züchtet am Dottenfelderhof Getreidesaatgut für die Zukunft.

Dieses Getreide soll samenfest nachbaubar für alle Landwirte sein, robust, aufbauendes Nahrungsmittel, gewappnet für klimatische Veränderungen und ohne Pestizide und chemisch hergestellten Dünger gute Erträge bringen.

Kathrin Buhlmann, Stefan Klause, Ben Schmehe und Carl Vollenweider stellen euch ihre Ideale vor und, wie sie Getreide für die Zukunft züchten.

Honigwerkstatt

Unter Anleitung der Imkerin vom Dottenfelderhof könnt ihr durch eigenes Tun erleben, wie Honig ins Glas kommt. Dabei gibt es Vieles zu sehen, riechen, fühlen und schmecken. Und ganz selbstverständlich erfahrt ihr einiges Interessantes und Geheimnisvolles aus der Welt der Bienen.

Käsereiführung

14-15 Uhr

Was passiert mit der Milch der Dottenfelder Kühe, nachdem sie im Kühltank in die Molkerei gebracht wurde? Unsere Käser Daniel und Tim zeigen euch die Produktionsräume der Käserei - von der Milchannahme über die Käsekessel  und –pressen übers Salzbad bis in die uralten Gewölbekeller des Hofes, in denen die verschiedenen Käse reifen und stellen euch dabei ihr Handwerk vor.

Samstag Abend

16-18 Uhr

Gewächshaus

Nach der Pflanzenanzucht im Frühjahr haben nun Tomaten, Gurken und Zucchini die Folientunnel des Hofes bis unter die Decke eingenommen.

Welche Pflanzen brauchen bei uns den Schutz eines Gewächshauses? Wie kann die Bewirtschaftung dort möglichst nachhaltig erfolgen?

Naturschutz und Landwirtschaft am Beispiel der Nidda Regulierung

Ein großer Teil des Dottenfelderhof liegt in einem Bogen des Flüsschens Nidda.

Nach der Kanalisierung des Flusses in den 1960iger Jahren erhält er nun wieder ein naturnahes Bett.

Ansgar Vortmann stellt diese Maßnahmen vor und zeigt, wie Naturschutz und Landwirtschaft hier zusammen arbeiten, um eine belebte attraktive Flusslandschaft zu gestalten.

Hofführung

Wir zeigen euch den Hof --damit ihr wisst, wer wo was warum auf dem Dottenfelderhof macht.

Kräuterführung

Einführung in die Kräuterwelt um den Dottenfelderhof. Wir begeben uns auf die Suche nach Essbarem und Heilendem!

Sonntag Vormittag

10-12 Uhr

Hofführung

Wir zeigen euch den Hof --damit ihr wisst, wer wo was warum auf dem Dottenfelderhof macht.

Käsen über dem Feuer

Im Kupferkessel wird über dem Feuer Halumi gekäst, der im Anschluss frisch gegrillt verkostet werden kann!

Bands, Theater und Performance & Lesungen

Werden am Freitag und Samstag vormittags und am frühen Nachmittag angeboten.

Bands

Chanson Trottoir

deutsch-spanische Chanson Band

Mit Gitarre, Cajon, Balalaika – Kontrabass, Akkordeon, Klarinette und seit neustem Trompete spielen “Chanson Trottoir” eine Mischung aus eigenen Liedern und französischen Klassikern von Serge Gainsbourg über Charles Aznavour bis hin zu George Brassens, die sie auf erfrischende Art und Weise neu interpretieren. Die Band startete als reine Strassenband, die in den Kölner Veedeln durch die Kneipen und Restaurants zog. Mittlerweie kann sie auch auf eine recht ansehnliche Liste von Konzert Engagements zurückblicken. Ein Konzert von Chanson Trottoir bedeutet Leidenschaft, Spaß und auch eine gesunde Portion Wahnsinn. Überzeugt Euch selber!

Footprint Project

High Power Brass'n'Beats Dance Orchestra

Das FOOTPRINT PROJECT ist ein zehnköpfiges High Power Brass’n’Beats Dance Orchester aus Berlin. Die wilde Truppe um Frontfrau Rokhaya spielt hochenergetische Tanzmusik. Diese einem Genre zuzuordnen ist keine leichte Sache, denn wenn Afrobeat, Jazz, Funk und Breakbeats zu einem von plötzlichen Tempi-, Rhythmus- und Tonartwechseln gezeichneten

Groove-Mosaik verschmelzen, lockern sich Genregrenzen und Gelenke gleichermaßen. Überraschend - unkonventionell - selten vergleichbar - immer tanzbar! 

Kurz gesagt: Bunte Mucke mit Tanz-, Spring- und Nackenschmerzgarantie!

Fooks Nihil

Folk, Country and Blues

In den Fernsehshows oder den Beat-Clubs der frühen bis mittleren sechziger Jahre waren die Mitglieder männlich besetzter Musikgruppen gut gekleidet, trugen brave Frisuren und sangen schöne Songs mit eindringlichen, mehrstimmigen Melodien. Als die Zeiten härter wurden, wurden die Haare länger, die Bärte aufwendiger und die Attitüde exzentrischer.

Fooks Nihil transportiert etwas von jeder dieser Eigenschaften in unsere Zeit.

Mit Annäherungen an den Sound von Crosby Stills Nash und Simon & Garfunkel, dem Gesang der Beatles und der Härte des klassischen Bluesrocks, klingen sie wie das Unplugged-Pendant der 70er Helden. Der perfekte dreistimmige Gesang ist schon heute Alleinstellungsmerkmal, der Stil beschreibt eine Mischung aus Folk, Country und Blues, die im Live-Repertoire in tiefgehenden Balladen und energiegeladenen Beat-Nummern gezeigt wird. Ein Wahnsinns-Act, der sowohl zum Träumen als auch zum Tanzen einlädt.

Sophy West

Groovepop, Soul/Funk

Sophy macht Musik aus vollem Herzen. Als eigentliche Schlagzeugerin verleiht sie ihren Songs eine rhythmische Gitarre und erzählt mit ihren Songs auf Deutsch und Englisch kleine Anekdoten aus dem Leben einer jungen Erwachsenen.

Jamila & the other heroes

energiegeladener Mix aus Rock, Soul, Funk und arabischer Folklore

Jamila & The Other Heroes are the new, wild and lively band, based in Berlin that creates funkadelic music to make you fly.

Leading the band is the vibrant Jamila Al-Yousef. Born in Berlin on the day the wall came down, and raised by her influential Palestinian refugee father, Jamila’s cultural activism and strong will to positively change the world is drawn deep into her artistic expression. In their songwriting JAMILA & THE OTHER HEROES merge Neo-Soul, Funk, Rock and Arab Folklore, highlighting the musicians’ diverse cultural influences from the Middle East, Latin America and East Europe.

DieVagari

Folkmusik aus aller Welt

Die 8-köpfige junge (Straßenmusik-)Band, DieVagari, spielt von osteuropäischen Odysseen, chilenischem Swing über skandinavischer Polska bis hin zu nordafrikanischen Rhythmen, Musik aus aller Welt und vereint dabei das unerschöpfliche Folk Erbe mit neuen schwungvollen, manchmal auch melancholischen Interpretationen. Sowohl musikalische als auch freundschaftliche Verbundenheit ist mit allen Sinnen zu spüren und lässt keinen Zuhörer unberührt.

Soeckers

Garagenpop

Aufgedrehte Amps, britischer Sound, eine ordentliche Portion Melodie und das alles auf Deutsch. Überraschend vielseitige Konzerte und ein Sound, den man niemals im Aufzug hören wird. Hoffentlich.

Theater und Performance

2013 traten rund 70 ErntehelferInnen aus Rumänien und Serbien bei einem Großbauern in Tirol in den Streik. Ein bis dato einzigartiges Ereignis in der Geschichte Österreichs. Zahlreiche Interviews mit damaligen Protestierenden bilden die Grundlage für die Performance Feldforschung.

Die Vorstellung spannt einen breiten Bogen, der Fälle von massivem Lohndumping unter menschenunwürdigen Bedingungen in einen globalen, historischen und theoretischen Kontext setzt.

Collagenhaft wechseln sich Vortrag, gespielte Szenen, Lesung, Kabarett und Musik ab. Die TheatermacherInnen reflektieren auch ihre eigene Rolle: Wie kann man auf der Bühne für Andere sprechen? Welche künstlerische Form wird dem Thema gerecht?

Kollektiv Tonalli

Performance: MAIZ - Das, was Leben trägt

Welche Farbe hat Mais? Weiß, gelb oder doch rot und blau...? Was hat Mais mit der Schöpfungsgeschichte zu tun, was mit globalen Märkten?  Das Wort ›Mais‹ stammt aus dem Taíno, einer Sprache indigener Gruppen der Karibik und bedeutet:  ›das, was Leben trägt‹. Die Kulturpflanze mit einer Vielfalt von rund 60 Sorten allein in Mexiko ist vom Aussterben bedroht. Doch handelt es sich nicht nur um das Verschwinden einer Pflanze, die weltweit ein kulturelles wie auch kulinarisches Nahrungsmittel darstellt; durch Optimierung des Saatguts und Einsatz von Gentechnik wurde aus einem Kulturgut eine industrialisierte Ware. Anhand des Länderkontexts Mexiko werden in der zwei-sprachigen Performance/Lesung MAIZ (spanisch- deutsch) Perspektiven und Gründe für das Aussterben des Getreides, dessen biologische Vielfalt, sowie historische, kulturelle und künstlerische Bedeutungen genauso aufgezeigt wie sozio-ökonomische Entwicklungen, globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen auf Mensch und Natur.


Radioballett

mit Körperfunkkollektiv und AckerEnsemble

Radio? Ballett? Landwirtschaft? Findet raus, was das bedeutet und werdet Teil einer interaktiven Performance. Setzt euch unsere Kopfhörer auf und taucht ein in die Welt des Radioballetts. Erlebt einen Perspektivwechsel auf die Natur, den Menschen und die Bewirtschaftung von Land. Die Geschichte, die ihr hört, wird erst durch euch und eure Bewegungen lebendig. Im Anschluss gibt es Raum zum Austausch über eure Erfahrungen und Eindrücke - Ein Gemeinschaftsprojekt vom Körperfunkkollektiv und dem AckerEnsemble.

Lesungen

Anja Hradezki

Lesung aus ihrem Buch "Wie ich als Cowgirl die Welt bereiste und ohne Geld und Land zur Bio-Bäuerin wurde".

Matthias Stührwoldt, Jahrgang 1968, ist Bioland-Milchbauer und Autor in Stolpe im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Er bewirtschaftet einen 82 ha großen Grünlandbetrieb und hält 50 überwiegend (schwarz)bunte Kühe. Außerdem schreibt er seit Mitte der neunziger Jahre Geschichten und Gedichte über das Landleben, die u.a. in der Unabhängigen Bauernstimme erscheinen. Leidenschaftlich gern geht er mit seinen Texten auf Erzähltour und hat sich im Laufe der Jahre mit trockenem norddeutschen Humor überall im Land eine kleine, aber feine Fangemeinde ersabbelt.

Pierre Lischke

Pierre Lischke liest Gedichte und erzählt Geschichten, die ermutigen, dem Herzen zu folgen. Sein eigener Herzensweg ließ ihn mit 25 Jahren eine Selbsthochzeit feiern, für anderthalb Jahre nomadisch umherziehen, für je ein Jahr konsumfrei und von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben. Mit seiner Poesie lädt er dazu ein, in dieses Leben abseits des Bekannten einzutauchen und es zu wagen, zu lauschen, wonach sich die Seele sehnt.

Filme, Ausstellungen & Weiteres

Werden am Freitag und Samstag vormittags und am frühen Nachmittag angeboten.

Filme

Im Laufe dieses Jahrhunderts wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden anwachsen. Wo soll die Nahrung herkommen, die jeder Einzelne täglich zum Überleben benötigt, und von der ja bereits heute jeder Sechste zu wenig hat. Wie können wir verhindern, dass die Menschheit allein durch ihr Wachstum die Grundlage für ihre Ernährung zerstört?

Wie kann zukünftig genug Nahrung für zehn Milliarden Menschen erzeugt werden? Zwei Lager behaupten, die Lösung zu kennen: Einerseits die industrielle Landwirtschaft, die global immer weiter expandiert und hocheffizient auf Massenproduktion setzt. Demgegenüber stehen die biologische und die traditionelle Landwirtschaft, die zwar weniger Masse produzieren, dafür aber schonend mit den begrenzten Ressourcen umgehen. Von beiden Seiten will der Filmemacher wissen, wie sie die Welt künftig ernähren wollen. Der Film zeigt die globalen Wechselwirkungen in der Landwirtschaft anhand von Protagonisten aus den zentralen Produktionsbereichen Saatgut, Düngung, Schädlingsbekämpfung, Futtermittelherstellung, Tierproduktion und Handel. Dabei wird kritisch die derzeit gängige Praxis beider Seiten hinterfragt, aber auch unvoreingenommen ihre Lösungsansätze und Visionen für die Zukunft vorgestellt.

Bauer unser

BAUER UNSER zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es auf Bauernhöfen zugeht. Regisseur Robert Schabus bleibt in seiner Doku vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So kann und wird es nicht weitergehen. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.

Burkinabè Bounty

A documentary from Cultures of Resistance Films, chronicles agricultural resistance and the fight for food sovereignty in Burkina Faso—a small, landlocked country in West Africa. Showcasing activist farmers, students, artists, and leaders in the local Slow Food movement, the film looks at how the Burkinabè people are reclaiming their land and defending their traditions against the encroachment of corporate agriculture. From women gaining economic independence by selling "dolo" beer, to youth marching in the streets against companies like Monsanto, to hip-hop musicians reviving the revolutionary spirit of Thomas Sankara, Burkinabè Bounty shows the creative tactics people are using to take back control of their food, seeds, and future.

Fair Traders

Drei Akteure der freien Marktwirtschaft übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft und nachfolgende Generationen: Sie wirtschaften nachhaltig. Der Film blickt auf Karrieren von erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern in unterschiedlichen Stadien, die lokal, national und international agieren und Markt und Moral vereinbaren.

FAIR TRADERS geht der Frage nach, wie ein Wirtschaftsmodell nach dem Neoliberalismus aussehen kann und zeigt hierzu die Haltung dreier Vorreiter, die tagaus tagein zwischen fairer Bezahlung innerhalb der gesamten Lieferkette, biologischer Produktion und dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft balancieren. Der Film eröffnet so aus einer oft hoffnungslos erscheinenden globalen Situation einen motivierenden möglichen Ausweg und rückt Ethik und Nachhaltigkeit als Faktoren für den Erfolg ins Zentrum.

Kisilu Musya ist Familienvater und Bauer in einem kleinen Dorf in Kenia. Anfangs filmt er seinen Alltag, doch nach und nach wird er durch seine Lebensumstände immer mehr zum Umweltaktivisten. Zusammen mit der Filmemacherin Julia Dahr porträtiert er über fünf Jahre das ländliche Leben in Kenia und wir sehen wie er sich von einem Vater immer mehr zum internationalen Aktivisten.

Ein Film über die Lösungen die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Von dem Aktivisten Cyril Dion und der Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“). Mit einer Million Zuschauern in Frankreich. Und einem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Saatgut. Verehrt und geschätzt seit Beginn der Menschheit, sind die Samen unserer Kulturpflanzen die Quelle fast allen Lebens. Sie ernähren und heilen uns und liefern Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 Prozent aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/Monsanto kontrollieren mit gentechnisch veränderten Pflanzen längst den globalen Saatgutmarkt. Daher kämpfen immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer wie David gegen Goliath um die Zukunft der Sortenvielfalt.

Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen. Ohne es zu wissen, werden sie zu wahren Helden für die gesamte Menschheit, denn sie verbinden uns wieder mit dem ursprünglichen Reichtum unserer Kultur, die ohne die Saatgutvielfalt nicht bestehen kann.

Zeit für Utopien

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. Zwar sind Veränderungen auch im Kleinen möglich, doch oft scheitert es daran, Nachhaltigkeit im Alltag umzusetzen. ZEIT DER UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen, und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann.

So können 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden und urbanes Wohnen ist mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird. Ein Smartphone kann auch fair produziert werden und eine ehemals dem Großkonzern Unilever-Konzern gehörende Teefabrik funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung.

ZEIT FÜR UTOPIEN ist eine inspirierende filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

Ausstellungen

 

Kistenausstellung „Tischlein, entdeckel dich...“ 

 

Ernährung/Landwirtschaft/Klimaschutz

Konzipiert durch die Bundjugend Hessen

 

Fotoausstellung Mensch Macht Milch

Konzipiert durch Germanwatch



Weiteres

 

Yoga

Kleidertauschparty

organisiert von der BUNDjugend Hessen

Getauscht wird zu guter Musik. Jede*r kann anprobieren und mitnehmen, was ihm*ihr gefällt – und eigene, gut erhaltene Kleidungsstücke abgeben.

Singing "Wir haben es satt"

kreativ sein mit der BUNDjugend Hessen

Gemeinsam musizieren und komponieren, Protestlieder singen, Lieder umtexten ... „Was wollen wir essen ... 7 Tage lang ...“

Get together

organsiert von Meine Landwirtschaft

Aus welchen Regionen seid ihr angereist? Lebt ihr auf dem Land oder in der Stadt? Seid ihr Landwirt*in, Aktivist*in oder Umweltschützer*in?

Diese und andere Fragen möchten wir uns gegenseitig stellen und auf diese Weise einen ersten Austausch zwischen den Festivalteilnehmenden anregen. Seid dabei, sammelt einen ersten Eindruck, welche Gruppen auf dem Festival vertreten sind und nutzt die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen.

#foodporn 2050. Ein Speeddating zur Zukunft unserer Ernährung

organisiert von der AöL

Mit dem Hashtag Food Porn präsentieren User ihr Essen auf Instagram und Co. Essen wird dort zu einem Tool der Selbstverwirklichung, Essen wird als Mittel der Weltverbesserung oder Provokation eingesetzt. Das hat Auswirkungen auf unseren individuellen Ernährungsstil und zuletzt auf unser gesamtes Ernährungssystem. Wie geht das weiter? Wie wird unsere Ernährung in 30 Jahren aussehen und wie schaffen wir es, eine umweltgerechte Ernährung voranzubringen? In einem Speeddating wollen wir uns dazu austauschen und vernetzen.

Raus aus der Öko-Bubble, rein ins Gespräch'

Der Markt im Agrarsektor verdichtet sich, die angewandten Mengen an Pestiziden steigen weiterhin und Bio-Lebensmittel sind immer noch ein Luxusgut – es läuft also einiges schief im Agrarbereich! Aber können wir unseren Standpunkt verteidigen und die Probleme genau erklären? Denken wir auch mal aus anderen Perspektiven heraus und versuchen alle Standpunkte zu berücksichtigen? Aktion Agrar und UnKonzerned, zwei Organisationen, die sich für ökologische Landwirtschaft einsetzen, möchten mit euch diesen Fragen nachgehen. In einem witzigen Kommunikationsexperiment wollen wir unsere Köpfe für zukünftige politische Aktionen warm machen - natürlich immer mit Spaß und Freude am Ganzen!

Alternativlos? Von wegen! Ein Worldcafé zu (schwierigen) Entscheidungen

Bio in Plastikverpackung oder lieber regional, dafür aber gespritzt? Bioprodukte für die Discounter produzieren oder lieber in der Öko-Nische bleiben? Bio-Leistungsgesellschaft oder Work Life Balance? Es bewegt sich viel in unserer Lebensmittelwelt und alle Akteure, von den Bäuer*innen bis hin zu den Verbraucher*innen, werden täglich mit Fragen und schwierigen Entscheidungen konfrontiert. Zusammen mit Vertreter*innen verschiedener Organisationen wollen wir diese Fragen mit Euch diskutieren und uns über Lösungen und spannende Projekte austauschen.