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Unsere Forderungen

 

1. Höfesterben stoppen – Lebensmittelhandwerk retten!

Die Pandemie und der russische Angriffskrieg zeigen uns, wie wichtig eine regionale Versorgung mit Lebensmitteln ist. Trotzdem geht das Höfesterben immer weiter – jeden Tag machen 10 Bauernhöfe dicht. Die Betriebe, die übrigbleiben, werden immer größer. Statt Agrarfabriken und Backshop-Ketten brauchen wir viele kleine und mittlere Höfe und gute, handwerkliche Bäckereien. Junge Menschen, die eine Zukunft in der Landwirtschaft suchen, brauchen Land und politische Unterstützung. Wir fordern: faire Erzeuger*innenpreise, Handwerksbetriebe unterstützen und Konzernmacht begrenzen!

 

2. Gutes Essen für alle – Krisenprofite besteuern!

Konzerne und Superreiche nutzen die Krisen, um ihr Vermögen zu erhöhen. Gleichzeitig haben Bürgergeld-Empfänger*innen weniger als 6 Euro am Tag für Essen und Trinken. Der blanke Hohn! Angesichts einer Inflation von über 20 Prozent bei Lebensmitteln brauchen wir sofort wirksame Unterstützung für Armutsbetroffene. Alle Menschen müssen sich fair und umweltgerecht produziertes, gesundes Essen leisten können. Dieses Menschenrecht muss die Politik garantieren. Wir fordern: Unterstützung für Armutsbetroffene massiv erhöhen, Übergewinne auch bei Agrar- und Lebensmittelkonzernen besteuern und Mindestlohn erhöhen!

 

3. Klimakrise stoppen – Agrarwende anpacken!

Die Klimakrise bedroht unser Überleben auf dem Planeten. Die Zeit drängt: Wenn wir 1,5 Grad nicht schaffen, überschreiten wir Kipppunkte und es entstehen massive soziale Konflikte. Bäuer*innen spüren die Dürren, Hitzewellen und Starkregen schon jetzt unmittelbar. Die Landwirtschaft muss Teil der Lösung werden: Wir brauchen mehr Ökolandbau und weniger tierische Produkte. Mit gesunden Böden, renaturierten Mooren und resilienten Wälder lässt sich Kohlenstoff in großen Mengen binden. Wir fordern: Klimagerechter Umbau jetzt – raus aus den fossilen Energien und Agrarwende voranbringen!

 

4. Insekten retten Pestizid-Ausstieg anpacken!

Pestizide sind giftig für den Menschen und zerstören die Artenvielfalt. Die Hälfte der Wildbienen sind vom Aussterben bedroht. Trotzdem wollen Konzerne wie Bayer und BASF, dass ihre Chemie weiter routinemäßig auf den Äckern versprüht wird. 2023 entscheidet die EU über die Wiederzulassung von Glyphosat. Das Totalherbizid ist das Sinnbild für die verfehlte Agrarpolitik – es muss endlich vom Markt genommen werden! Wir fordern: Pestizidausstieg anpacken und insektenfreundliche Landschaften schaffen!

 

5. Megaställe stoppen – für bäuerliche und artgerechte Tierhaltung!

Obwohl die industrielle Tierhaltung eine Sackgasse ist, werden weiter Megaställe genehmigt. Schweine, Hühner und Kühe brauchen Platz, Sonne und Auslauf. Bauernhöfe statt Tierfabriken – das heißt: Nur so viele Tiere wie Boden und Wasser zulassen und die müssen artgerecht gehalten werden. Das ist gut für die Tiere, das Klima und auch uns Menschen – und das muss sich für die Betriebe lohnen. Wir fordern: Tierzahlen halbieren, Megastall-Moratorium jetzt und Antibiotikamissbrauch stoppen!

 

6. Hunger bekämpfen – Lebensmittelspekulation verbieten!

Der Hunger in der Welt steigt wieder. Das russische Spiel mit der Verknappung von Nahrungsmitteln und diejenigen, die Wetten auf steigende Lebensmittelpreise abschließen, verschärfen die Lage zusätzlich. Hunger beenden heißt: Zugang zu Land, Wasser und Saatgut weltweit sichern. Außerdem muss gelten: Teller statt Trog und Tank. Damit alle Menschen satt werden, müssen mehr Flächen für die Produktion von Lebensmitteln statt für Tierfutter genutzt werden. Wir fordern: Spekulation verbieten, Lebensmittelverschwendung stoppen und fairen Handel ermöglichen!

 

7. Agro-Gentechnik stoppen – Risikoprüfung und Kennzeichnung erhalten!

2023 will die EU-Kommission zusammen mit der Gentech-Lobby die Agro-Gentechnik auf unsere Äcker und Teller schmuggeln. Neue Methoden wie Crispr-Cas sollen nicht mehr als Gentechnik gelten. So wollen Bayer, BASF und Syngenta die Risikoprüfung und Kennzeichnungspflicht aushebeln. Dabei birgt die neue Gentechnik noch mehr Risiken als die alte. Keine Versicherung versichert gegen Agro-Gentechnik-Schäden. Einmal freigesetzt lässt sich die Ausbreitung kaum noch stoppen. Die Konzerne wollen Bäuer*innen von ihrem Patent-Saatgut abhängig machen, die Biozüchtung ruinieren und uns die Wahl von gentechnikfreiem Essen unmöglich machen. Nicht mit uns – Agro-Gentechnik stoppen!