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ARCHIV

Pressemitteilung

„Wir haben es satt!“-Demo am 21.1.23: „Gutes Essen für alle!“

Berlin, 29.11.22. 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft rufen zur „Wir haben es satt!“-Demonstration am 21. Januar auf. Die Agrarwende-Demo steht 2023 unter dem Slogan „Gutes Essen für alle – statt Profite für wenige“. Zum Auftakt der weltgrößten Agrar­messe „Grüne Woche“ werden Tausende Menschen erwartet, die für konsequenten Klima­schutz, artgerechte Tierhaltung, den Erhalt der Artenvielfalt und globale Solidarität durch das Berliner Regierungsviertel ziehen.

Klimakrise, Ernährungsarmut, Höfesterben – die Liste der Verfehlungen in der Agrar-, Sozial- und Umweltpolitik ist lang. Die Bilanz nach einem Jahr Ampel-Regierung ist ernüchternd und lässt sich mit „zu langsam und zu wenig“ zusammenfassen. Das „Wir haben es satt!“-Bündnis fordert mehr Tempo bei der sozial gerechten Agrar- und Ernährungswende. Konkret heißt das: Faire Erzeuger*innenpreise für Bauernhöfe und Lebensmittelhandwerk sowie viel mehr Unterstützung für Armutsbetroffene, damit sie sich fair und nachhaltig hergestelltes, gesundes Essen leisten können.

Die Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigen, wie wichtig eine klimagerechte und zukunftssichere Landwirtschaft ist. Aktuell wird hierzulande auf rund 60 Prozent der Ackerflächen Tierfutter und auf weiteren 13 Prozent Pflanzen für Biogas ange­baut. Wir brauchen viel mehr pflanzliche Nahrung für Menschen und den Erhalt der Höfe, die uns mit gutem Essen versorgen. Daher ist eine der Kernbotschaften der Demonstration: Teller statt Trog und Tank!


Terminhinweis

„Wir haben es satt!“-Demo: „Gutes Essen für alle – statt Profite für wenige!“

Zeit:    Samstag, 21. Januar 2023, ab 12.00 Uhr
Ort:     Brandenburger Tor, Platz des 18. März, 10117 Berlin

 

Die #WHES23-Forderungen:

  • Höfesterben stoppen – faire Erzeuger*innenpreise durchsetzen und Bauernhöfe beim klima- und artgerechten Umbau unterstützen!
  • Krisengewinne besteuern – Übergewinnsteuer auch für Agrar- und Lebensmittelkonzerne und viel mehr Unterstützung für Armutsbetroffene!
  • Klimakrise und Artensterben bekämpfen – durch Mehrwertsteuersenkung mehr Pflanzliches auf die Teller bringen und pestizidfreie Lebensräume für Insekten sichern!
  • Bäuerliche Tierhaltung erhalten – mit weniger Tieren, die dafür artgerecht gehalten werden!
  • Hunger beenden und Agro-Gentechnik stoppen – Spekulationsverbot für Lebensmittel, gerechter Handel und gutes, gentechnikfreies Essen für alle!

Zum Aufruf

 

Hintergrund

Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt!“ demonstrieren alljährlich im Januar viele Tausende – Bäuer*innen, Lebensmittelhandwerker*innen, Tier-, Umwelt- und Naturschützer*innen, Aktive für globale Solidarität, engagierte Jugendliche und viele mehr – kraftvoll, bunt und lautstark auch bei eisigen Temperaturen in Berlin. Gemeinsam treten sie ein für eine Landwirtschaft, in der Tiere artgerecht gehalten werden, Umwelt und Klima geschützt werden, Bäuer*innen faire Preise für ihre Lebensmittel erhalten und sich alle Menschen gesundes Essen leisten können.

Weitere Informationen:www.wir-haben-es-satt.de

 

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Christian Rollmann
„Wir haben es satt!“-Pressesprecher
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Pressemitteilung

„Hof mit Zukunft“: „Wir haben es satt!“-Bündnis bringt junge Aktivist*innen auf Bauernhöfe in ganz Deutschland

Klima-, Tier- und Umweltschutz trifft Landwirtschaft – ein Wochenende auf dem Bauernhof (10.-12.6.) / Agrarwende-Bündnis fördert Dialog zwischen Stadt und Land

Berlin/bundesweit, 17.05.22. Auf 25 Bauernhöfen im gesamten Bundesgebiet findet in drei Wochen „Hof mit Zukunft“ statt. Junge Aktivist*innen aus dem Klima-, Tier- und Umweltschutz verbringen dabei ein Wochenende auf dem Bauernhof. Konkret heißt das: Anpacken, diskutieren und zusammen mit den Bäuerinnen und Bauern Forderungen für eine zukunftsfähige Agrarpolitik entwickeln. Das „Wir haben es satt!“-Bündnis, das regelmäßig Zehntausende für die Agrarwende auf die Straße bringt, will mit diesem spannenden Format den Austausch zwischen Jung und Alt und Stadt und Land fördern.

Zwei Tage lang helfen die jungen, politisch engagierten Menschen beim Alltagsgeschäft auf biologisch und konventionell wirtschaftenden Höfen mit. Dahinter steht die Idee: Man lernt sich am besten kennen, wenn man sich gemeinsam die Hände dreckig macht. Statt auf vermeintliche Gegensätze oder etwaige Vorurteile zu schauen, geht es bei „Hof mit Zukunft“ darum herauszufinden: Wo überschneiden sich die Interessen von Landwirt*innen, die Tag für Tag für gutes Essen auf unseren Tellern sorgen, mit denen der Aktivist*innen.

Bei #HofMitZukunft werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Wie sieht die Realität auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aus? Wie klappt der Umbau der Landwirtschaft und was muss sich politisch ändern, damit die Höfe eine gute Zukunft haben? Wie können wir Landwirtschaft, Artenvielfalt und Klimaschutz wieder in Einklang bringen? Welche Verantwortung haben die Konsument*innen bei all dem?


Termininformation:

Hof mit Zukunft – Aktivismus trifft Landwirtschaft

Wann:  10.-12. Juni 2022

Wo:      auf 25 Höfen in ganz Deutschland (Kartenübersicht)

Weitere Infos (inkl. Bildmaterial): www.wir-haben-es-satt.de/hofmitzukunft


Über Ihre Berichterstattung – im Vorfeld und vor Ort – freuen wir uns! Gerne vermitteln wir Kontakte zu teilnehmenden Landwirt*innen und Aktivist*innen. Geeignete Tage für Hofbesuche sind Freitag, 10. sowie Samstag, 11. Juni. Sprechen Sie uns gerne jederzeit an!


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Christian Rollmann
„Wir haben es satt!“-Pressesprecher
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Fotos zur kostenfreien Nutzung

Bildmaterial zur kostenfreien Nutzung gegen Angabe der Quelle (außer Logo). Zum Download bitte auf das Bild klicken.

Quelle: Frank Molter/www.wir-haben-es-satt.de

Pressemitteilung

FOTOS

„Wir haben es satt!“-Protest: Özdemir muss Agrarindustrie die Stirn bieten und Agrarwende voranbringen

Berlin, 22.01.22. Mit gigantischen Stroh-Buchstaben fordern heute über 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft in Berlin eine nachhaltige Agrar- und Ernährungspolitik. Aus 50 Tonnen Stroh bildet das „Wir haben es satt!“-Bündnis vor dem Bundestag den 4,5 Meter hohen Schriftzug „Agrarwende jetzt!“. Damit unterstreichen die Demonstrant*innen ihre Erwartung an Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir, jetzt für einen schnellen und entschlossenen Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft zu sorgen.

„Es ist höchste Zeit, dass die Höfe und Menschen in diesem Land wieder zu den Gewinner*innen der Agrar- und Ernährungspolitik zählen“, sagt Bündnis-Sprecherin Saskia Richartz. „Minister Özdemir muss jetzt das Feld für die Agrarwende bestellen. Das heißt: Umweltfreundliche Bewirtschaftung, artgerechte Haltung und Klimaschutz auf Acker und Teller müssen sich wieder lohnen.“

Damit die Agrar- und Ernährungswende klappt, brauchen Höfe und Konsument*innen Transparenz, Verlässlichkeit und Zukunftsperspektiven. Die Bundesregierung muss das Höfesterben stoppen und sicherstellen, dass alle Menschen Zugang zu gutem pestizid- und gentechnikfrei hergestelltem Essen haben. Für den Klimaschutz müssen die Tierzahlen reduziert und artgerechte Tierhaltung muss ebenso wie der Ökolandbau zum Leitbild werden.

Mit Blick auf die Lobby-Interessen, die in der Vergangenheit die notwendigen Veränderungen blockierten, verlangt das Bündnis klare Kante vom Landwirtschafts- und Ernährungsministerium. „Özdemir muss der Agrarindustrie die Stirn bieten. Weder Chemie-, Milch- und Fleischkonzerne noch Bodenspekulanten dürfen in Zukunft die Agrarpolitik bestimmen,“ so Richartz. „Die Agrarwende ist harte Arbeit und wird sicher kein Spaziergang. Wir halten den Druck aufrecht und werden die Arbeit des Ministers kritisch begleiten. Wenn Cem Özdemir eine zukunftsfähige Politik macht, hat er die Unterstützung unserer Bewegung.“

Die Lage auf dem Land ist nach 16 Jahren unionsgeführter Agrarpolitik dramatisch: Schlechte Erzeugerpreise durch das Preisdiktat des Handels und die fatale Ausrichtung auf Export zwingen Bauernhöfe zum Schließen. Landwirtschaftlicher Boden wird immer mehr zum Spekulationsobjekt. Tierfabriken verdrängen bäuerliche Betriebe. Der Antibiotikamissbrauch bedroht unser aller Gesundheit. Klimakrise und Artensterben eskalieren.

Julia Bar-Tal, Bäuerin aus Brandenburg, von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft in Brandenburg, sagt: „Wir brauchen eine Landwirtschaft, in der faire Erzeugerpreise mit artgerechter Tierhaltung und Umwelt- und Klimaschutz einhergehen. Gleichzeitig müssen gesunde Lebensmittel für alle bezahlbar sein. Wir erwarten von Minister Özdemir, dass er jetzt sofort die Ärmel hochkrempelt und den Umbau der Landwirtschaft voranbringt. Bäuer*innen, Tiere und das Klima brauchen eine Zukunft."

Schon am Vormittag hatten Bäuer*innen mit ihren Traktoren eine Protestnote an Cem Özdemir übergeben. Auch der „Staffel-Lauch für die Agrarwende“ fand im Agrarminister seinen Adressaten. Über 1500 Menschen fordern in Video-Botschaften den agrarpolitischen Neustart und reichen so den virtuellen Staffel-Lauch bis ins Regierungsviertel weiter.

Hintergrund: Im „Wir haben es satt!“-Bündnis kämpfen konventionell und ökologisch wirtschaftende Bäuer*innen im Schulterschluss mit der Gesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das Bündnis Wege für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft auf, die mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz auch auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stößt und den Bauernhöfen wirtschaftliche Perspektiven bietet.


Fotos
vom Protest ab ca. 13 Uhr in druckbarer Qualität unter: www.wir-haben-es-satt.de/presse


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Christian Rollmann, „Wir haben es satt!“-Pressesprecher, Tel.: 030-28482438, Mobil: 0151-51245795, E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

 

 

Fotos zur kostenfreien Nutzung

Fotos vom "Wir haben es satt!"-Protest am 22.1.22 zur kostenfreien Nutzung gegen Angabe der Quelle. Zum Download bitte auf das Bild klicken.

Quelle: Nick Jaussi/www.wir-haben-es-satt.de

 

 

Pressemitteilung

PK-MITSCHNITT

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“: Agrarwende jetzt!

„Wir haben es satt!“-Bündnis fordert schnelle Schritte beim Umbau der Landwirtschaft / Protest am Bundestag am 22.1.22 / Video-Aktion „Staffel-Lauch für die Agrarwende“

Berlin, 18.1.22. Wenige Tage vor dem „Wir haben es satt!“-Protest am Bundestag fordern über 60 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft heute eine rasche Umsetzung der Agrar- und Ernährungswende. Nachdem das Agrarministerium in den letzten 16 Jahren tatenlos bei Höfesterben, Tierfabriken und Klimakrise zugesehen hat, ist der Reformstau heute enorm. Deswegen muss der neue Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir jetzt schleunigst den Umbau von Landwirtschaft und Ernährungssektor anpacken.

Die große „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration, die traditionell im Januar stattfindet, wurde wegen der hohen Infektionszahlen verschoben. Dennoch findet am 22. Januar ein bildstarker Protest am Bundestag statt. Wegen der Pandemielage sagt das Demo-Bündnis: „Bleibt bitte am 22.1. zuhause!“ und hat den „Staffel-Lauch für die Agrarwende“ ins Leben gerufen. Bei der Video-Aktion reichen derzeit Menschen in ganz Deutschland eine Lauchstange weiter und fordern dabei den Neustart in der Agrar- und Ernährungspolitik. Am 22.1. wird der Staffel-Lauch direkt an Cem Özdemir übergeben.


Saskia Richartz
, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, sagt:

„Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Das gilt auch in der Agrar- und Ernährungspolitik. Von Tierzahlen und Pestizidreduktion über Fleischpreise bis zu gentechnikfreien Lieferketten – es braucht jetzt schnell verbindliche Vorgaben. Profitieren müssen die bäuerlichen und ökologischen Betriebe, nicht die Agrar- und Lebensmittelkonzerne.“

Ottmar Ilchmann, konventioneller Milchbauer aus Ostfriesland von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, sagt:

„Wir Bäuerinnen und Bauern brauchen endlich faire Erzeugerpreise, damit das Höfesterben gestoppt wird. Wer Anwalt der Landwirt*innen sein will, muss Handel und Verarbeitung in die Schranken weisen und das Preisdiktat stoppen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass auch bei Geringverdienenden und Sozialleistungsempfänger*innen gutes Essen auf den Tellern landet.“

Marita Wiggerthale von Oxfam sagt:

„Im Lebensmittelhandel geht es sehr ungerecht zu, weil Edeka, Aldi & Co. zu viel Macht haben. Sie erzielen Rekordumsätze und drücken gleichzeitig die Lieferanten und Landwirte gnadenlos im Preis. Minister Özdemir muss ihre ausbeuterische Preispolitik verbieten, ihre Übermacht im Einkauf per Entflechtung brechen und die Ombuds- und Preisbeobachtungsstelle in Kraft setzen“.

Tina Andres vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sagt:

„Die Ernährungswende drängt! Bio bietet sich für den Umbau an. Denn mit Öko gehen Ökologie und Ökonomie heute schon Hand in Hand. Und zwar per Gesetz und kontrolliert. Die Messlatte für die Bundesregierung liegt auf: 30 % Öko bis 2030. Das geht, wenn Özdemir und Kollegen Volldampf überall dort geben, wo es das entlang der gesamten Wertschöpfungskette braucht.“

Rüdiger Jürgensen von VIER PFOTEN sagt:

„Wir brauchen einen Neustart bei der Tierhaltung und kein Herumdoktern am kranken System. Weniger Tiere, dafür mehr Platz und Auslauf. Schluss mit Qualhaltungen, nicht kurativen Eingriffen und Turbozuchten. Minister Özdemir muss den Umbau zügig vorantreiben, es darf nicht bei einer Ankündigungspolitik bleiben.“

Martin Hofstetter von Greenpeace sagt:

„Wir werden den neuen Landwirtschaftsminister genauso kritisch begleiten wie die vergangenen Ministerinnen und Minister der Union. Die wichtigste Aufgabe von Cem Özdemir ist es jetzt, den Umbau und Abbau der Tierhaltung anzugehen. Nur dann ist unsere Landwirtschaft zukunftsfähig.“

 

 

„Wir haben es satt!“-Protest 2022 – Terminübersicht

  • Samstag, 22.01.22, 12 Uhr: „Wir haben es satt!“-Protest. Ort: Bundestag, Friedrich-Ebert-Platz/Reichstagufer, 10117 Berlin. Pressetreffpunkt ab 11:45 Uhr auf der gegenüberliegenden Spreeseite/Treppe vom Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.
  • Samstag, 22.01.22, 9:45 Uhr: Ankunft der Traktoren. 10 Uhr: Bauernprotest am Agrarministerium mit Übergabe von Protestnote an Minister Cem Özdemir. Ort: BMEL, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin.
  • Rahmenprogramm: Freitag, 21.01.22, 17-22 Uhr, Schnippeldisko – Topf, Tanz, Talk (online). Samstag, 22.01.22, 17-20 Uhr, Soup & Talk – 5-Minuten-Talks zu guter Landwirtschaft.

 

Hintergrund:

Für eine bäuerliche Landwirtschaft mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz protestiert das „Wir haben es satt!“-Bündnis aus über 60 Organisationen am 22. Januar vor dem Bundestag. Seit 2011 gehen alljährlich zum Auftakt der „Grünen Woche“ Zehntausende unter dem Motto „Wir haben es satt – Essen ist politisch!“ auf die Straße. Pandemiebedingt wurde die Großdemonstration dieses Jahr noch einmal verschoben.

 

Für Rückfragen:

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, Mobil: 0177 890 50 54,
E-Mail: richartz[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Ottmar Ilchmann, Vorsitzender Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Niedersachsen/Bremen, Tel.: 04967-334, Mobil: 0176 45 000 760, E-Mail: o.ilchmann[at]yahoo[dot]de

Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam Deutschland e.V., Mobil: 0162 138 63 21, E-Mail: mwiggerthale[at]oxfam[dot]de

Tina Andres, Vorstandsvorsitzende Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Kontakt über Pressestelle: Tel.: 030 284 82 307, E-Mail: presse[at]boelw[dot]de

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer Politik VIER PFOTEN, Kontakt über Pressestelle: Mobil: 0151 18 35 15 30, E-Mail: Oliver.Windhorst[at]vier-pfoten[dot]org

Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace, Mobil: 0171 870 66 45, E-Mail: martin.hofstetter[at]greenpeace[dot]org

Pressekontakt:

Christian Rollmann, „Wir haben es satt!“-Pressesprecher, Tel.: 030 284 82 438‚
Mobil: 0151 512 45 795, E-Mail: presse[at]meine-landwirtschaft[dot]de

 

 
Pressekontakt:
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Tel.: 030-28482438, Mobil: 0151-51245795
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FOTOS WEITER UNTEN

Megaställe stoppen – Bauernhöfe statt Tierfabriken!

„Wir haben es satt!“-Bündnis fordert klimagerechte Agrar- und Ernährungspolitik: Tierfabriken stoppen, Tierzahlen reduzieren, Fleischkonsum senken und Höfe retten

Berlin, 7.9.21. Mit Tiermasken verkleidete Demonstrant:innen fordern heute vor dem Bundestag: Bauernhöfe statt Tierfabriken! Vor der Bundestagswahl treten die Vertreter:innen des „Wir haben es satt!“-Bündnisses für eine zukunftsfähige Agrarpolitik ein. Konkret heißt das: Die nächste Bundesregierung muss die Abstockung der Tierzahlen bei gleichzeitigem Erhalt der Höfe voranbringen.

Der Brand in Alt Tellin, wo Ende März knapp 60.000 Schweine starben, ist nur die Spitze des Eisbergs des brandgefährlichen Billigfleisch-Systems. In der aktuellen Legislaturperiode gab es bundesweit bei 27 Bränden in Großstallanlagen über 240.000 tote Tieren. Trotz der gravierenden Brand- und Tierschutz-Bedenken sind derzeit 2,5 Millionen zusätzliche Tierplätze in Megaställen geplant. (1 | 2)

Diese Entwicklung steht nicht nur im krassen Widerspruch zum Tierschutz. Auch der vom Verfassungsgericht geforderte Klimaschutz und eine klimagerechte Ernährung lassen sich so nicht erreichen. Wissenschaftler:innen empfehlen eine Fleischreduktion von rund 70 Prozent, damit unsere Überlebensgrundlage auf dem Planeten gesichert wird. (3)

Reinhild Benning von der Deutschen Umwelthilfe sagt:
„In Deutschland sind 50 neue Megamastanlagen mit mehr als 2,5 Millionen Tierplätzen geplant. Wir fordern einen sofortigen Genehmigungsstopp für Tierfabriken. Die nächste Bundesregierung muss noch in den ersten 100 Tagen gesetzliche Regeln für Tierschutz und Luftreinhaltung definieren, damit Bäuerinnen und Bauern in den Umbau und die Abstockung der Tierzahlen investieren können. Eine staatliche Abgabe auf Fleisch aus Massentierhaltung muss zur Finanzierung der umbauwilligen Betriebe beitragen.“

Saskia Richartz, Sprecherin des „Wir haben es satt!“-Bündnisses, sagt:
„Die industrielle Tierhaltung ist fatal für die Tiere, das Klima und uns Menschen. Die Erdüberhitzung können wir nur mindern, wenn wir weniger Tiere besser halten und den Fleischkonsum massiv reduzieren. Wir fordern jetzt eine mutige Politik, die pflanzliche und fleischlose Alternativen auf die Teller bringt und den Umbau der Tierhaltung anpackt.“

Leo Kraus vom Arbeitskreis Alt Tellin (Mecklenburg-Vorpommern) sagt:
„Alt Tellin war eine Katastrophe mit Ansage. Knapp 60.000 Schweine verbrannten, weil der mecklenburgische Agrarminister Backhaus (SPD) die Tierfabrik allen Warnungen zum Trotz durchgewunken hat. Der Wiederaufbau dieses Megastalls muss verhindert werden. Stattdessen soll Alt Tellin zum Mahnmal gegen Massentierhaltung werden.“

Heinz-Günther Klass, Bauer aus Wiesenhagen in Brandenburg, sagt:
„Wir Bauern haben Tierfabriken satt! Tiere gehören auf die Weide und an die frische Luft, nicht in Megaställe. Wir brauchen jetzt einen klaren Fahrplan und finanzielle Unterstützung beim Umbau der Tierhaltung. Schluss mit der Politik für Konzerne! Stattdessen muss gelten: Jeder Hof zählt – Höfesterben stoppen!“

 

Für Rückfragen:

Reinhild Benning, Deutsche Umwelthilfe, Mobil: 0151 179 18 487, E-Mail: benning[at]duh[dot]de

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Bündnis, Mobil: 0177 890 50 54,
E-Mail: richartz[at]meine-landwirtschaft[dot]de

Leo Kraus, Arbeitskreis Alt Tellin, Mobil: 0157 888 75 901. E-Mail: info[at]provie-theater[dot]de

Heinz-Günther Klass, Bauer aus Wiesenhagen, Brandenburg, Mobil: 0163 685 37 98, E-Mail: klasswiesenhagen[at]posteo[dot]de

 
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Fotos vom "Wir haben es satt!"-Protest gegen Megaställe am 7.9.21 zur kostenfreien Nutzung gegen Angabe der Quelle. Zum Download bitte auf das Bild klicken.

Quelle: Fabian Melber/www.wir-haben-es-satt.de

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